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Projektlaufzeit:
15.08.2017 - 31.12.2020
Antragsteller/in:
Prof. Dr. Dieter Trautz
Drittmittelgeber/Förderlinie:
BLE
Fakultät:
Agrarwissenschaften und Landschaftsarchitektur
Fördersumme:
€ 107.496,00
Projektpartner extern:
Hochschule für Technik und Wirtschaft Dresden; LfULG - Ulf Jäckel und Dr. Jörg Pößneck
Projektzusammenfassung:

Die Regulierung von Unkräutern in pfluglos angebauten Erbsen und Ackerbohnen erfolgt derzeit im konventionellen Ackerbau fast ausschließlich mit Herbiziden. Zunehmende Herbizidresistenzen von Unkräutern (WOLBER 2014), abnehmende Akzeptanz des Pflanzenschutzmitteleinsatzes in der Bevölkerung (HEIßENHUBER et al. 2015) sowie die aktuell laufenden Überlegungen zum Verbot des Pflanzenschutzmitteleinsatzes auf Ökologischen Vorrangflächen im Rahmen des Greening sind Anlass für eine Suche nach Alternativen. Im ökologischen Landbau sind bereits erfolgreich Verfahren etabliert, Erbsen und Ackerbohnen ohne Herbizide anzubauen. Allerdings erfolgt hier in aller Regel der Anbau nach Pflugeinsatz, was wiederum die Erosionsgefahr bei entsprechender Exposition erhöht. Ziel des hier beantragten Vorhabens ist es, pflanzenbauliche Verfahren für den pfluglosen Anbau von Erbse und Ackerbohne ohne Einsatz von Herbiziden durch praktische Erprobung der Maßnahmen Zwischenfruchtanbau vor dem Anbau der Körnerleguminosen und mechanische Beikrautregulierung mit Rollstriegeln im konventionellen Ackerbau zu entwickeln. Im ökologischen Landbau sollen zusätzlich Verfahren der Mulch- und Direktsaat auf bisher nicht in Untersuchungen einbezogene Standorte weiter entwickelt werden, wobei ein Schwerpunkt im Einsatz von Sensoren zur mechanischen Unkrautregulierung mit einem Rollstriegel liegen soll. Die Untersuchungen sollen deshalb sowohl in ökologisch als auch konventionell wirtschaftenden Betrieben an drei Standorten in Sachsen (Ackerbohnen auf einem Verwitterungs(V)-Standort, Erbsen am diluvialem (D-) Standort) und Ackerbohnen und Erbsen auf Löss(Lö)-Standort (nur konventionell) durchgeführt werden. Dabei soll ein neues Verfahren der Erfassung des Unkrautdeckungsgrades mittels eines Sensors erprobt werden,  
um in einem ersten Schritt Richtwerte zum Geräteeinsatz (Rollstriegel) zu erhalten und in einem zweiten Schritt dieses Gerät teilflächenbezogen zu steuern. Dazu ist aus dem Messergebnis des Sensors ein Steuersignal abzuleiten, das einen im Projekt zu entwickelnden Segmentheber steuert, der einzelne Rollstriegelsegmente in Arbeits- bzw. Ruhestellung bringt. Mit dem teilflächenbezogenen Einsatz sollen keimstimulierende Lichtreize und ein N-Mineralisierungsschub im Boden infolge des Striegeleinsatzes, die beide eine Verunkrautung fördern können, auf die Teilbereiche mit bekämpfungsbedürftiger Verunkrautung begrenzt werden. Gleichzeitig lassen sich so  Beschädigungen an den Kulturpflanzen durch den Rollstriegel reduzieren. Dieses FuE-Vorhaben wird in das modellhafte Demonstrationsnetzwerk Erbsen und Bohnen eingebunden, an dem das Sächsische Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie ist als Verbundpartner beteiligt ist.  

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