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Projektlaufzeit:
01.04.2019 - 31.03.2020
Antragsteller/in:
Prof. Dr. Heiko Meinen
Drittmittelgeber/Förderlinie:
Interreg Va
Fakultät:
Agrarwissenschaften und Landschaftsarchitektur
Fördersumme:
€ 17.000,--
Projektpartner extern:
Universität Twente
Projektzusammenfassung:

Unternehmen werden durch mangelhafte Infrastruktur in ihrer Geschäftstätigkeit beeinträchtigt. Eine Erhebung des Instituts der deutschen Wirtschaft aus dem Frühjahr 2018 zeigt, dass 68 % der befragten Unternehmen regelmäßig durch Infrastrukturmängel in ihrer Geschäftstätigkeit beeinträchtigt sind. Die Bedeutung von Infrastruktur für Ökonomie und Mobilität wird auch durch die niederländische Ministerin für Infrastruktur und Wasserwirtschaft in ihrem Brief an die Zweite Kammer vom 17.01.2018 unterstrichen. Mit jährlichen Investitionen von bis zu 350 Millionen Euro wird diesem stetig erforderlichen Ausbau und Erhalt von Infrastruktur Nachdruck verliehen.

Bei Baumaßnahmen von Infrastrukturprojekten, unabhängig ob es sich um große (z.B. PPP-Projekt A15 Maasvlakte–Vaanplein (MaVa), Europastraße 233) oder kleine Vorhaben (z.B. Sanierung der Straßen ‘Vennweg’ in Nordhorn und ‚Oldenzaalsestraat‘ in Enschede) handelt, kommt es jedoch häufig zu Verzögerungen. Das Economisch Instituut voor de Bouw (EIB) konstatiert in seinem jährlichen Infrastrukturmonitor für das Jahr 2017, dass eins von sechs Infrastrukturprojekten in den Niederlanden verzögert ist und dass die Anzahl der verzögerten Projekte zugenommen hat. Hauptursache ist eine mangelhafte Koordination und Kommunikation zwischen den Projektbeteiligten.

Die Europastraße 233 zum Beispiel verbindet die Stadt Hoogeveen auf niederländischer Seite mit der Stadt Emstek bei Cloppenburg auf deutscher Seite. Eine beschleunigte Vorbereitung und Planung des Vorhabens ist durch das INTERREG-Projekt PlanInfra E 233 gefördert worden. Im Rahmen der Öffentlichkeitsbeteiligung im laufenden Planfeststellungsverfahren für den Teilabschnitt bei Meppen, werden aber derzeit Kontroversen deutlich. Der Naturschutzbund kritisiert u.a. eine Verlärmung mit Beeinträchtigung der Tierwelt und den Verlust von landwirtschaftlichen Flächen. In Meppen gab es bereits eine Demonstration der Bürgerinitiative Exit233 mit ca. 250 Demonstranten. Der Interessenverband des Städterings Zwolle-Emsland vertritt die Argumente der Befürworter und führt die erhöhte Verkehrssicherheit und die wirtschaftlichen Vorteile eins leistungsfähigen transeuropäischen Verkehrsnetzes an. Die gegensätzlichen Interessen gefährden die geplante Fertigstellung bis 2030.

Das Beispiel verdeutlicht, dass Infrastrukturprojekte ein vielschichtiges, interdisziplinäres Unterfangen sind. Sie zeichnen sich durch ein Spannungsfeld aus unterschiedlichsten Interessensgruppen und Beteiligten aus, welche jeweils eigene Risikoverständnisse und Ziele besitzen. Eine Einbeziehung dieser unterschiedlichen Risikoverständnisse und Ziele bei der Planung und Durchführung des Infrastrukturausbaus fördert die effiziente und erfolgreiche Erreichung der Projektziele. Damit kann z.B. Kritik am Planungs- und Bauprozess entkräftet und ein positiver Beitrag zur konstruktiven und zügigen Konfliktbeilegung geleistet werden. Gleichzeitig wird die Fokussierung der Projektbeteiligten auf die gemeinsamen Ziele möglich.

Die frühzeitige Beteiligung und Einbeziehung aller Interessengruppen ist sowohl in der privatwirtschaftlichen Projektentwicklung als auch auf politischer Ebene Gegenstand aktueller Forschungsvorhaben, Untersuchungen und Arbeitskreise. So untersuchte die RWG AG in einer Studie im Jahr 2012 unter dem Titel Akzeptanz für Großprojekte – Eine Standortbestimmung über Chancen und Grenzen der Bürgerbeteiligung in Deutschland, die Partizipationsmöglichkeiten der Zivilgesellschaft und dessen Einflüsse auf den Projekterfolg. Die Reformkommission Bau von Großprojekten des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur entwickelt Handlungsempfehlungen, um unter anderem das Vertrauen der Bevölkerung in öffentliche Projekte zu verbessern. Die Strukturvision „Infrastructuur en Ruimte“ des niederländischen Staates aus dem Jahr 2012 unterstreicht ebenfalls die Beschleunigung von Infrastrukturprojekten unter anderem durch eine stärkere Einbeziehung von Bürgern.

Die vielfältigen Auseinandersetzungen in allen Wirtschaftszweigen und das massive öffentliche Interesse an einer erfolgreichen Projektentwicklung verdeutlichen die Relevanz der Thematik. Gegenstand dieses Projektes werden vorrangig Infrastrukturprojekte mit den Schwerpunkten Tief- und Straßenbau sein. Die unten aufgeführten Praxispartner bringen ihre mehrjährigen Erfahrungen aus der Abwicklung derartiger Projekte ein.  

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