Aktuelles aus dem Projekt

Termine

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Aktivitäten

November 2019 - Agritechnica

Projektleiter Hans-Werner Olfs erklärt einem Studenten anhand eines Posters die Inhalte des Projektes "AmmonMind"
Vorstellung des Eip Agri-Projektes auf der Agritechnica

Seit 9. November 2019 findet die internationale Landtechnikmesse "Agritechnica" in Hannover statt. Auf dem Stand der Hochschule Osnabrück können sich die Besucher über das Projekt "AmmonMind" informieren. Projektleiter Hans-Werner Olfs war am Dienstag vor Ort und kam am Projektposter mit interessierten Landwirten, Beratern und Studierenden ins Gespräch.  

September 2019: N-Status der Zwischenfrucht

Entwicklung der Zwischenfrucht in den Versuchsparzellen

Einige Versuchsparzellen aus dem Feldversuch wurden im Herbst nicht organisch gedüngt, um Auswirkungen der verschiedenen Düngungsvarianten aus dem Frühjahr auf das Wachstum und die N-Aufnahme der Zwischenfrucht erkennen zu können. Anfang September hat die OG AmmonMind den N-Status dieser Parzellen mit den Sensoren ISARIA und GreenSeeker erfasst. Die Ergebnisse liegen noch nicht abschließend vor.

August 2019: Düngung Zwischenfrucht

Gülleapplikation und anschließendes Ausbringen des Sorbenten mittels Pflanzenschutzspritze

Die auf der Versuchsfläche wachsende Zwischenfrucht wurde am 29.08.2019 mittels Schleppschlauchtechnik nach guter fachlicher Praxis organisch gedüngt. Direkt im Anschluss hat Landwirt Detlef Kreye den NH3-Sorbenten mittels Pflanzenschutzspritze auf einem Streifen im Feld ausgebracht. Die OG AmmonMind will mit diesem Vorgehen testen, ob dieses Verfahren der Sorbent-Ausbringung die NH3-Emissionen stärker mindert als ein direktes Beimischen des Produktes in das Güllefass. Der Sorbent wurde dabei in abgestuften Mischungsverhältnissen mit Wasser gemischt. Anschließend wurden mit der Dräger-Tube-Methode die NH3-Konzentration der Luft unmittelbar über dem gedüngten Bereich gemessen. Die Ergebnisse wertet die Hochschule Osnabrück derzeit aus.

August 2019: Stickstoff-Analysen der Pflanzen- und Ernteproben

Um die N-Aufnahme des Winterweizens in den verschiedenen Düngungsvarianten beurteilen zu können, hat die OG HSOS den N-Gehalt der Proben aus dem Zwischenschnitt (BBCH55) und der Ernte am Stickstoffanalysator LECO FP628 bestimmt. Dazu wurden die Proben zunächst getrocknet und vermahlen. Anschließend wurde von dem aufbereiteten Probenmaterial 200 mg eingewogen, zu einem Pellet  gepresst und dann im Analysator analysiert.

Einwaage des Probenmaterials
Stickstoff-Messung am Leco FP628

August 2019: Nmin-Beprobung und GPS-Einmessung der Versuche

Nach der Ernte haben Mitarbeiter der Plantus GbR Nmin-Bodenproben aus dem Feldversuch entnommen. Diese sollen Aufschluss darüber geben, welche Düngungsvariante die geringste Herbst-Nmin-Menge hinterlässt. Zudem hat die Hochschule Osnabrück die einzelnen Parzellen per GPS eingemessen, um diese auch nach Aussaat der Zwischenfrucht wiederfinden zu können. Dort sollen im September Pflanzenproben aus dem Bestand entnommen werden, um die Zwischenfrucht auf ihren N-Status zu untersuchen.

Juli 2019: Ernte Feldversuche

Bei sonnigem Wetter wurden Ende Juli alle Versuchsparzellen mit dem Parzellendrescher vom Projektpartner Plantus GbR geerntet. Das dabei entnommene Probenmaterial wird an der Hochschule Osnabrück nun weiter aufbereitet. Es werden Erntemenge, Rohproteingehalt (RP), Tausendkornmasse (TKM) und Hektolitergewicht (HLG) erfasst.

Mit dem Parzellendrescher wird jede Parzelle einzeln beerntet. Anhand der Daten lässt sich berechnen, ob die Varianten einen unterschiedlichen Einfluss auf Weizenertrag und -qualität haben.
Video: Weizenernte mit dem Parzellendrescher (Zum Starten des Videos bitte auf das Foto klicken!)
Der auf den Versuchsparzellen produzierte Weizen wird als Futtergetreide auf dem Betrieb der Detlef und Marvin Kreye GbR verwertet.

Juli 2019: 2. Projekttreffen

Anfang Juli haben sich die OG-Mitglieder in Großenkneten getroffen, um sich den aktuellen Stand der Stall- und Feldversuche anzusehen. Das wichtigste:

Im Stall

Nach den ersten Testläufen wurde zusätzlich zu der bereits installierten Vernebelungsdüsenreihe direkt am Zuluftschacht eine zweite Düsenreihe an der gegenüber liegenden Außenwand montiert. Die beiden Reihen können einzeln oder zusammen betrieben werden. Dadurch ließ sich das Einbringen des Ammoniak-Sorbenten optimieren. Das Problem zuvor: Bei hoher Abluftrate wurde das Produkt teilweise mit der Abluft aus dem Stall transportiert. Sobald nun ein geeignetes System etabliert ist, beginnt der Betriebsleiter Detlef Kreye mit 10 Versuchsserien mit unterschiedlichen Aufwandmengen und Anwendungshäufigkeiten des NH3-Sorbenten, um die Dosis-Wirkungsbeziehung genau ableiten zu können.

Auf dem Feld

Augrund der Trockenheit ist der Weizen schon sehr weit entwickelt. Die Ernte wird voraussichtlich bereits Ende Juli erfolgen. Unterschiede zwischen den Varianten lassen sich mit bloßem Auge nicht erkennen.

Mai 2019: Zwischenschnitt im Weizen

Aus jeder Versuchsparzelle wurden Pflanzen von einem Quadratmeter entnommen, um die N-Versorgung des Weizens innerhalb der verschiedenen Düngungsvarianten zu prüfen. Ergebnisse liegen noch nicht vor.

Mai 2019: Start Stalltests

Für die Stalltests hat die OG Kreye in den letzten Wochen den Schweinestall umgebaut. Dazu wurde das Gebäude in der Mitte durch eine Folienwand in zwei Hälften getrennt. So entstanden zwei annähernd baugleiche Stallabteile. In einem Stallabteil hat der Betriebsleiter anschließend die Technik zur Applikation des NH3-Sorbenten angebracht – eine herkömmliche Sprühkühlung. Die Technik ist etabliert und kontrolliert zu handhaben. Die Steuerung lässt sich individuell so anpassen, dass Sorbent-Menge, Dauer der Vernebelung und Intensität der Applikation sicher zu regeln sind. Der Sorbent wird über verschiedene Anmischbehälter kontrolliert zugeführt. Konzentration und Menge werden hierbei dokumentiert, um später zusammen mit den Daten aus der „My Farm“ Software der Firma „Fancom“ Zusammenhänge zwischen Stallklimadaten und der eingesetzten Menge an Sorbent herzustellen. Die Elektro-, Steuerungs- und Pumpentechnik wurde in einem Nebenraum installiert.

April 2019: Ammoniak-Messungen im Feld

Am Tag der Gülleausbringung und weitere drei Tage danach fanden NH3-Messungen im Feldversuch statt. Hierzu wurden zwei Methoden genutzt:

  • Passivsammler
  • Drägertubes

Bei der Passivsammler-Methode wird eine Säurefalle mittig in die Parzelle platziert. Die darin enthaltene Schwefelsäure "sammelt" Ammoniak, das aus der entsprechenden Düngevariante entweicht, kontinuierlich ein. In regelmäßigen Abständen ist die Säure zu tauschen, damit sie wieder Ammoniak aufnehmen kann.

Die Drägertube-Methode ist eine Momentaufnahme der aktuellen NH3-Emissionen. Hierzu wird ein 4-Kammersystem auf den Boden einer Parzelle gedrückt. Anschließend wird mittels einer Pumpe eine definierte Luftmenge aus den Kammern durch ein Messröhrchen gesaugt. An diesem lässt sich anhand der Verfärbung der Röhrchen die NH3-Konzentration ablesen. Details dazu finden Sie hier:

Eine detailierte Beschreibung der Methoden finden Sie hier:

NH3-Messungen mit Passivsammler und Drägertubes

 

Direkt nach der Gülleausbringung müssen die Passivsammler in der Versuchsparzelle stehen.
Die mit Schwefelsäure gefüllten Passivsammler ziehen NH3 aus der Luft an.
Mehrmals am Tag ist die Säure auszutauschen, um darin später im Labor die NH3-Konzentration zu messen.
Für das Messen der NH3-Emissionen mit den Drägertubes sind vier Messkammern auf dem Boden zu platzieren.
Je nach erwarteter Höhe der NH3-Emission ist das geeignete Messröhrchen zu wählen.
Die am Messröhrchen abzulesende NH3-Konzentration wird abschließend notiert.

April 2019: Anlage Feldversuche

Mitte April fand die Gülleausbringung im Feldversuch zur zweiten Düngergabe in Winterweizen statt. Dazu wurden mittels Parzellengüllefass 6 Varianten (4 Wiederholungen) wie folgt angelegt:

  • Kontrolle,
  • mineralische Düngung,
  • Gülle,
  • Gülle + 50% NH3-Sorbent, 
  • Gülle + 100% NH3-Sorbent und
  • Gülle + 150% NH3-Sorbent.

Zu diesem Termin war der Weizen bereits im Schossen und der Bestand schon sehr hoch. Doch das Wetter spielte mit viel Sonne mit, sodass sich NH3-Emissionen messen ließen.

Produkt
Der NH3-Sorbent wird im IBC-Container gelagert, bis er der Schweinegülle bei der Ausbringung zugemischt wird.
Das Befüllen des Parzellenfasses mit Gülle erfolgt aus dem Praxisgüllefass über eine Pumpe.
Parzellengüllefass mit verschiedenen Ausbringtechniken (im Versuch: Schleppschlauch)
Video: Exaktes Düngen mit dem Parzellengüllefass (Zum Starten des Videos einfach auf das Foto klicken!)
Schweinegülle nach Ausbringung mit Schleppschlauch
Titel
Die Wetterstation zeichnet Windgeschwindigkeit und Temperatur in kurzen Abständen auf. Mit diesen Daten werden die gemessenen NH3-Emissionen korrigiert.

März 2019: Projektstart

Mit dem Kick-Off-Meeting startete das Forschungsprojekt offiziell. Hierzu trafen sich die OG-Mitglieder in Großenkneten auf dem Betrieb Detlef und Marvin Kreye Agrar GbR, bei dem die Stall- und Feldversuche künftig stattfinden.
Das Projektteam schaute sich den aktuellen Stand der Weizenversuche an. In wenigen Wochen wollen die OG-Mitglieder die verschiedenen Güllevarianten (mit und ohne Sorbent) anlegen.

Kontakt

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Albrechtstr. 30
49076 Osnabrück
Telefon: +49 541 969-0
Fax: +49 541 969-2066
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