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Bauchronik in Bildern

Horst Schwarz vom Staatlichen Baumanagement Osnabrück hat den Baufortschritt anhand der Fotos und der Bauprotokolle dargestellt.  Hier sehen Sie die Entstehung des neuen Hörsaal- und Seminargebäudes Schritt für Schritt.

 

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Für die geplante Baumaßnahme „Neubau Hörsaal- und Seminargebäude“ wird im Vorfeld ein Architektenwettbewerb durchgeführt. Über 200 Büros europaweit bewerben sich um die Teilnahme daran. Das Foto zeigt den Entwurf des Stuttgarter Architekten Dipl. Ing. Michael Jockers, der als erster Preisträger aus dem Realisierungswettbewerb hervorgegangen ist.

 

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Auf dem Foto ist die Parkfläche vor dem Haus der Internationalen Begegnung und dem Gebäude CB, in dem das Präsidium und die Zentralverwaltung der FH Osnabrück untergebracht sind, zu sehen. Auf bzw. in diesem Gelände soll der Neubau entstehen. Das neue Gebäude umfasst eine Bruttogrundrissfläche von ca. 9.300 m² und einen Bruttorauminhalt von ca. 36.800 m³.

 

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Als vorbereitende Arbeiten werden im August 2002 die auf dem Gelände stehenden abgängigen Gebäude sowie ein kleines Betriebsgebäude abgebrochen. Die Panzer-Abschmierrampe wird erschütterungsfrei demontiert.

 

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Am 19. September 2002 wird  vom damaligen Wissenschaftsminister Thomas Oppermann der offizielle Startschuss für den Beginn der Bauarbeiten gegeben. Dabei überreicht Leitender Baudirektor des Staatlichen Baumanagements Osnabrück Richard-Wilhelm Bitter dem Präsidenten der FH Osnabrück Prof. Dr. Erhard Mielenhausen einen Spaten für den „ersten Spatenstich“.

 

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Noch im September werden die Baustellen- und Bürocontainer aufgestellt sowie die gesamte Asphaltfläche abgefräst. Das anfallende Material wird fachgerecht entsorgt bzw. im Baustellenbereich gelagert und später unter der Stahlbetonsohle eingebaut. Im Zuge der ersten Abbrucharbeiten wird im südlichen Grundstücksbereich eine Rauchbombe gefunden. Dies macht eine baubegleitende Aushubüberwachung erforderlich.

 

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Ab Oktober laufen die ersten Aushubarbeiten für die Baugrube. Insgesamt sind ca. 40.000 m³ Boden abzufahren. Die Einfahrt in die Baugrube erfolgt über die Caprivistraße. Die wesentliche Erhöhung des Verkehrsaufkommens sowie der Lärm durch die Bauarbeiten bedeuten eine große Belastung für die Nachbarn der Fachhochschule Osnabrück, vor allem für die Anwohner der Caprivistraße. Sie tragen diese Belastung jedoch mit sehr viel Geduld.

 

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Im östlichen Teil der Baugrube taucht das erste festere Felsgestein auf. Zunächst wird geplant,  mit dem aus der Baugrube gewonnenen Gestein später die sogenannten Steingabionen, das heißt quaderförmige feste Drahtkörbe mit Natursteinbruchmaterial, in einem der drei Innenhöfe des neuen Hörsaal- und Seminargebäudes zu füllen. Diese Idee muss jedoch aufgrund der stark klüftigen Steinzusammensetzung aufgegeben werden.

 

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Noch im November beginnen die ersten Betonarbeiten an den Sohlplatten für die Lüftungsschächte. Im östlichen Bereich ist zu diesem Zeitpunkt die Gründungstiefe in der Baugrube erreicht. Das noch auf der Baustelle lagernde Material aus der Asphaltschicht wird unter der Sohlplatte eingebaut. Dieses Foto wurde von der auf dem Gebäude CB installierten Webkamera gemacht und ist deshalb unscharf. Während der Bauarbeiten wurden solche Fotos im Internet veröffentlicht.

 

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Mitte Dezember 2002 ist die Baugrube komplett ausgehoben. Der Verschmutzungsgrad der Caprivistraße nimmt wieder „normale“ Formen an. Mit den Arbeiten an den Lüftungsschächten wird im östlichen Bereich der Baugrube begonnen.

 

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Aufgrund der extrem kalten Temperaturen im Januar 2003 gehen die Arbeiten an den Lüftungskanälen nur langsam voran.

 

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Bis in den Februar hinein halten die kalten Temperaturen an. In der Baugrube sind zum Teil die Lüftungsschächte und die Sohlplatte fertiggestellt. Der Winter hat für leichte Verzögerungen im Bauablauf gesorgt. Diese gilt es aufzuholen.

 

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Im März kann es endlich wieder richtig weitergehen. Unter der Sohlplatte werden ca. 3.000 m Erdregister (Lüftungsrohre mit einem Durchmesser von ca. 30 cm) verlegt. Diese dienen der späteren Luftversorgung in den Hörsälen. Durch die Erdregister wird Luft über einen Absaugkanal der Lüftungsanlage zugeführt. Durch die natürliche Erdkühlung oder -wärme kann auf aufwendige Kühltechniken verzichtet werden.

 

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Ab April wächst das Gebäude auf dem Boden. Die Wände im nördlichen Bereich sind zum Teil fertiggestellt. Die Decke wird betoniert.

 

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Mit der Schalung der Innenwände, hier die Wände der Medienräume zwischen den Hörsälen, werden im Mai die letzten Wände der Ebene 0 für das Betonieren vorbereitet.

 

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Am 19. Juni 2003 wird der Richtkranz hochgezogen und von den Zimmerleuten befestigt. Mit vielen Gästen wird nach dem offiziellen Teil und dem Vortragen des Richtspruches ein zünftiges Richtfest gefeiert.

 

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Die Dachflächen über der Ebene 0sind abgeklebt. Von der Gartenbaufirma wurde bereits die Schottertragschicht auf der Dachfläche verteilt.

 

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Die Veränderungen auf der Baustelle sind enorm. Bereits im August werden auf der Platzfläche die ersten Pflasterflächen verlegt. Im Riegelbau werden die Treppenanlagen betoniert. Im Bereich vor dem Gebäude CB erfolgt die Verlegung der alten Leitungsführungen (Wasser, Strom und Telefon) in die neue Fahrfläche.

 

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Die Fassadenelemente des Innenhofes 3 werden im September montiert. Zu diesem Zeitpunkt sind die Stahlbetonfertigteile und Absturzgeländer in diesem Bereich bereits fertig.

 

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An der Straßenfront Caprivistraße wird im Oktober mit der Rekonstruktion der Natursteinmauer begonnen. Nach Absprache mit der Denkmalpflege werden die Mauern in ihrer Ursprungsform wiederhergestellt und in den Neubau integriert. Im mittleren Sektor wird der Verlauf der ursprünglichen Mauer durch einen ca. 50 cm hohen Mauerabschluss angedeutet.

 

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Im November wird mit der Montage der Fassade auf der Ostseite begonnen. Die Pflasterungen im Bereich der Dachfläche ist abgeschlossen.

 

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Die Fassade ist im Dezember fertiggestellt. Auf der Ostseite werden die Sonnenschutzlamellen vor dem Treppenhaus montiert. Vor dem Gästehaus erfolgen die letzten Pflasterarbeiten.

 

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Der Winter hält im Januar 2004 wieder Einzug. Die Fahrbahn und der Gehweg vor Gebäude CB sowie vor dem Gästehaus sind wieder für den allgemeinen Verkehr freigegeben.

 

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Die Fassade und die kompletten Außenanlagen sind im Februar fertiggestellt. Zu diesem Zeitpunkt laufen im Inneren des Gebäudes die Ausbauarbeiten auf Hochtouren.

 

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Im März ist das erste Grün im Bereich Ostgiebel / Haus der internationalen Begegnung sichtbar.

 

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In der Technikzentrale des Gebäudes ist die Lüftungszentrale weitestgehend fertiggestellt. Es fehlen lediglich noch die restlichen Isolierarbeiten an einigen Anlageteilen.

 

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Im Mai sind auch die gärtnerischen Arbeiten in den Innenhöfen (hier Innenhof 3) abgeschlossen. Als Bepflanzung sind hier Kiefern vorgesehen. Auf den Sitzstufen erfolgt eine Einsaat mit Sternmoos.

 

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In der Technikzentrale ist jetzt auch die Sanitär- und Heizungsanlage komplett fertiggestellt. Die Heizungsanlage wird mittels Fernwärme aus Gebäude CB versorgt. In die Wasserversorgung wird zusätzlich Regenwasser über eine Regenwasser-Speicheranlage, die im Bereich der Rasenfläche des Gästehauses eingebaut wurde, über entsprechende Filterungsanlagen eingespeist.

 

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Auch im Inneren des Gebäudes sind die Arbeiten jetzt  abgeschlossen. Dies zeigt der Blick von der Galerie in den Foyerbereich.

 

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Die Büroräume sind komplett ausgerüstet. Der Blick in das Großraumbüro in Ebene 3 zeigt die Ausstattung mit einer Streckmetalldecke, der entsprechenden Arbeitsplatzbeleuchtung und den Kabelkanälen für die Elektroversorgung.

 

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Pünktlich zu Beginn des Wintersemesters 2004/2005 ist der Neubau des Hörsaal- und Seminargebäudes auf dem Gelände der ehemaligen Caprivikaserne bezugsfertig geworden.

 

Der Neubau: Daten und Fakten

779 Tage sind vom Beginn der Bauarbeiten bis zur offiziellen Eröffnung vergangen.

 

170 Bauarbeiter verschiedener Gewerke waren auf der Baustelle tätig.

 

3.594 qm Hauptnutzfläche steht der Fakultät Wirtschafts- und Sozialwissenschaften mit dem neuen Hörsaal- und Seminargebäude zur Verfügung.

 

Im Neubau wurden untergebracht:

 

21 große Hörsäle und Seminarräume; 7 Gruppenräume; 2 Sprachlabore; 3 Räume für Rechnerpools; mehrere Räume für die Fakultätsverwaltung; 49 Dienstzimmer; 3 Besprechungsräume; 2 Dienstzimmer für Lehrbeauftragte und 1 Raum für die Fachschaft.

 

Daneben wurden Medienräume, Archive, Kopierräume, Teeküchen, ein Sanitätsraum, eine Postverteilung, Automatenstationen und Serverräume geschaffen.