Hochschule Osnabrück - Projekt Qualitätsmanagement
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Ein flexibles Rahmenmodell für die grundständigen Studiengänge an der Hochschule Osnabrück
"Qualitätsmanagement als Motor der Hochschulentwicklung" so lautet der Titel des im März 2008 erarbeiteten Projektkonzeptes zur Einführung eines hochschulweiten Qualitätsmanagementsystems. Die dadurch angestoßene und inzwischen hochschulweit geführte Debatte um die Studienreform hat vier wesentliche Qualitätsziele für die Weiterentwicklung der grundständigen Studienprogramme aufgezeigt:
- Verbesserung der Studierbarkeit
- Individuelle Flexibilisierung des Studienverlaufs/ Profilierung
- Verbesserung der nationalen und internationalen Mobilität
- Verbesserung der externen (und internen) Wahrnehmung der Reformergebnisse
Die Ergebnisse der Diskussion zu diesen Qualitätszielen wurden in dem Rahmenmodell Bachelor + zusammengeführt. Das Rahmenmodell soll ein hochschulweit einheitliches Qualitätsverständnis im Bezug auf die grundständigen Studienangebote fördern und sichtbar machen.
Der Senat hat in der Sitzung vom 19.Mai 2010 zu diesem Rahmenmodell in einer gemeinsamen Empfehlung des Senats und des Präsidiums positiv Stellung genommen. Damit ist eine Grundlage für die Strukturierung der weiteren Diskussionsprozesse auf der Ebene der Studienprogramme geschaffen.
Optimale Studieneingangsphase
Es stehen ausreichend (integrierte) zielgruppenspezifische Angebote für eine akademische Integration der Studierenden (Propädeutika, Tutorien, Übungen, Einstufungstests, Feedback von den Lehrenden etc.) zur Verfügung. Dies schließt nach Zugangswegen und Vorkenntnissen differenzierte Angebote und Zusatzangebote für besonders leistungsstarke Studierende mit ein. Zudem wird der Prüfungsdruck durch die stärkere Integration von unbenoteten Prüfungsleistungen (Feedbach) und die Zusammenfassung von Modulprüfungen in der Studieneingangsphase verringert.
Individuell flexibler Studienverlauf/ Profilierung
Der Studierende kann nach eigenem Ermessen bis zu zwei Individualsemester integrieren. Diese Individualsemester können für zusätzliche Praktika, zusätzliche Auslandsaufenthalte, oder für ein „Studium Generale“ an einer anderen Hochschule genutzt werden. Bei Inanspruchnahme der Individualsemester steht die zusätzliche, individuelle Profilierung klar im Vordergrund. Die damit verbundene längere Studiendauer wird durch die damit verbundene Verbreiterung der individuellen Kompetenzen und die dadurch verbesserten Berufschancen der Studierenden mehr als ausgeglichen. Er kann sich zu diesem Zweck beurlauben lassen. Bei den dafür empfohlenen Zeitfenstern ist durch eine entsprechende Organisation der Studienangebote ein problemloses weiter studierenden garantiert. Der Studierende wird bei Vermittelung entsprechender Praktikumsplätze bzw. Auslandsaufenthalten durch das Career Center und das Internationale Büro aktiv unterstützt. Weiterhin können etwaige Prüfungsrückstände in einem Individualsemester aufgearbeitet werden.
Integriertes Mobilitätsfenster
Im Rahmen eines integrierten Mobilitätsfensters werden Studienleistungen an einer anderen Hochschule im Umfang bis zu 30 Credits (1 Semester) anerkannt. Dies gilt für vergleichbare, akkreditierte Studiengänge und wird im Vorfeld über ein Learning Agreement zugesichert.
Die Verantwortlichen der Studienprogramme sind aktuell aufgefordert zu prüfen ob die entsprechenden Voraussetzungen vorliegen oder geschaffen werden könnten. Über die Ergebnisse der Prüfungen und das weitere Vorgehen soll im Laufe des Wintersemesters in der Runde der Studiendekane beraten werden.
