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FH Osnabrück baut Kompetenz im Bereich Kunststofftechnik weiter aus

Experten in der Kunststofftechnik (von links): Ludger Vehring, Ludger Bartels (beide Röchling Gruppe), Prof. Dr. Jürgen-Heinrich Kallweit, Prof. Dr. Norbert Vennemann (FH Osnabrück) und Karl Kischnik (3M Deutschland).
Neues Kunststofftechnikum im Rahmen eines Festkolloquiums eingeweiht
Mit einer Eröffnungsfeier hat die Fachhochschule Osnabrück das neue Kunststofftechnikum auf dem Campus am Westerberg offiziell eingeweiht. Neben Vertretern der Hochschule folgten auch über 100 Teilnehmer aus der Kunststoffindustrie der Einladung.
In seiner Begrüßungsrede erläuterte Vizepräsident Prof. Dr. Peter Seifert die Entstehungsgeschichte des Laborbereichs Kunststoff- und Schweißtechnik. Mit dem Bau des neuen Technikums wurden die Voraussetzungen für Lehre und Forschung auf dem Gebiet der Kunststofftechnik am Standort Osnabrück entscheidend verbessert. Die Fachhochschule geht davon aus, dass die neuen Gebäude die Attraktivität des Kunststofftechnikstudiums für Studienanfänger deutlich erhöhen wird und hofft auf eine weitere Zunahme der Anfängerzahlen – denn in der Industrie wächst der Bedarf an gut ausgebildeten Kunststofftechnik-Ingenieurinnen und Ingenieuren.
In einem schriftlichen Grußwort machte der niedersächsische Minister für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr Jörg Bode deutlich, wie wichtig die gummi- und kunststoffverarbeitende Industrie für Niedersachsen ist. Der Minister wünschte den Professoren und Mitarbeitern des neuen Kunststofftechnikums „viele gute Kontakte zur Wirtschaft, aus denen die Innovationen von morgen erwachsen".
In dem Einführungsreferat stellte Ludger Vehring von der Firma Röchling Engineering Plastics (Haren) aus Sicht eines weltweit tätigen Unternehmens die Potenziale und Perspektiven der Kunststofftechnik dar. Eine enge Zusammenarbeit zwischen Hochschulen und Industrie sei dazu ebenso notwendig, wie eine regionale und überregionale Vernetzung, um gemeinsame Herausforderungen besser bewältigen zu können. Vehring betonte, dass dem drohenden Fachkräftemangel nur gemeinsam begegnet werden könne und forderte einen Ausbau des dualen Studiums. „Die praxisnahe Ausbildung in den Unternehmen in Kombination mit einem Hochschulstudium bringt viele Vorteile für alle Beteiligten mit sich", so der Diplom-Ingenieur.
In zwei Fachvorträgen gaben die Professoren Rainer Bourdon und Norbert Vennemann im zweiten Teil der Veranstaltung einen kleinen Einblick in ihre jeweiligen Arbeits- und Forschungsschwerpunkte. Dazu gehören moderne Methoden der Spritzgießverarbeitung zur Qualitätsoptimierung ebenso, wie die Entwicklung und Charakterisierung neuartiger Thermoplastischer Elastomere. Beide Themengebiete sind hochaktuell und bieten viele Anknüpfungspunkte für Kooperationen mit der regionalen Wirtschaft.
Internationales Flair kam auf, als zum Abschluss des offiziellen Teils der Veranstaltung einige aktuelle Projekte von Studierenden des Masterstudiengangs Angewandte Werkstoffwissenschaften vorgestellt wurden. Drei Studentinnen aus Bulgarien, China und Deutschland referierten dabei über Anwendungsmöglichkeiten von Kohlenstoff - Nanoröhrchen, über spezielle Elastomerwerkstoffe sowie über sprühbare Folien für die Landwirtschaft und verdeutlichten in diesem Zusammenhang auch die internationale Relevanz des Forschungsbereichs Kunststofftechnik.
Um einen kontinuierlichen Austausch auf Expertenebene zu ermöglichen, gestalten Forscher des Bereichs Kunststofftechnik der FH Osnabrück das Wissens- und Innovationsnetzwerk Polymertechnik (WIP) im Vorstand mit und sind im Kunststoffnetzwerk Ems-Achse und der Wachstumsregion Hansalinie aktiv.
Für Rückfragen steht Prof. Dr. Norbert Vennemann zur Verfügung. Fachhochschule Osnabrück, Fakultät Ingenieurwissenschaften und Informatik, Telefon: +49 (541) 969(0)-2940, E-Mail: n.vennemann@fh-osnabrueck.de
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