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Wissen schaffen
März 2010

ERFOLG IM PROFESSORINNENPROGRAMM

Engagieren sich gemeinsam für mehr Frauen in der Wissenschaft (v.l.): Bettina

DREI PROFESSORINNEN IM RAHMEN DER BUNDESINITIATIVE LEHREN UND FORSCHEN AN DER FH

 

Die Fachhochschule Osnabrück hat sich erfolgreich auf das Professorinnenprogramm beworben. Drei Professorinnen und über zwei Millionen Euro sind das Ergebnis.

150 Millionen Euro stellen das Bundesministerium für Bildung und Forschung und die Bundesländer gemeinsam für das Professorinnenprogramm zur Verfügung. Damit möchte die Politik einen Beitrag dazu leisten, langfristig mehr Frauen in die Wissenschaft zu bringen. Die Fachhochschule Osnabrück hat  sich erfolgreich auf das zweistufge Professorinnenprogramm beworben und hat als erste Fachhochschule bundesweit alle drei möglichen Stellen, die pro Hochschule im Professorinnenprogramm vergeben werden, mit vorgezogenen Professuren besetzen können. Prof. Barbara Schwarze, Prof. Dr. Christel Kumbruck und Prof. Dr. Kerstin Plüm lehren und forschen jetzt im Rahmen der Initiative an der Fachhochschule. Über 2.200.000 Euro stehen der FH Osnabrück in den nächsten fünf Jahren für diese Maßnahme zur Verfügung.

 

Der Frauenanteil der Beschäftigten an Hochschulen beträgt zwar 51 Prozent, in der Professorenschaft sind Frauen aller-dings mit nur 15 Prozent nach wie vor unterrepräsentiert. An der Fachhochschule Osnabrück ist Gleichstellung schon lange ein zentrales Thema. Der Frauenanteil in der Professorenschaft der Hochschule liegt mit 20 Prozent deutlich über dem Bundes-durchschnitt. Die Beteiligung am Professorinnenprogramm war daher eine logische Fortsetzung des Engagements in Sachen Gleichstellung. „Wir haben uns sehr gefreut über die Initiative von Bildungsministerin Schavan – sehen wir uns doch in unseren Aktivitäten zur Förderung von Frauen in der Wissenschaft bestätigt“, erklärt FH-Präsident Prof. Dr. Erhard Mielenhausen.

 

Grundlage des Erfolges war die positive Begutachtung des gut durchdachten Gleichstellungskonzeptes, mit dem sich die Hochschule bereits in der ersten Runde des Professorinnenprogramms  bewarb. „Schön, dass sich mein erster Einsatz im Amt so gelohnt hat. Ich bedanke mich für die breite und gute Unterstützung, die auch zum Ausdruck bringt, wie nachhaltig das Thema Gleichstellung schon in der Hochschule verankert ist“, freut sich Bettina Charlotte Belker, Gleichstellungsbeauftragte der Fachhochschule Osnabrück. Drei Professorinnenstellen sowie Stellen für wissenschaftliche Mitarbeiterinnen und Laborausstattungen werden durch das Programm für fünf Jahre finanziert, danach übernimmt die Fachhochschule die weitere Finanzierung. 

 

Prof. Barbara Schwarze freut sich ebenfalls über den Erfolg der Hochschule im Professorinnenprogramm. Sie ist für Gender und Diversity in der Lehre berufen worden und engagiert sich schon lange im Kompetenzzentrum Technik-Diversity-Chancengleichheit in Bielefeld für eine Gesellschaft, in der alle Menschen gleiche Chancen erhalten. Sie ist „Erfnderin“ des Girl´s Day und eine anerkannte Fachfrau in Deutschland auf dem Gebiet der Chancengleichheit. An der Fachhochschule arbeitet sie jetzt daran, die Themen Gender und Diversity in allen Bereichen der Hochschule fest zu verankern.

 

Prof. Dr. Christel Kumbruck ist Studiengangsbeauftragte des neuen Studiengangs Wirtschaftspsychologie. Mit den Mitteln aus dem Professorinnenprogramm möchte sie gemeinsam mit einer wissenschaftlichen Mitarbeiterin zu „interkultureller Kompetenzentwicklung“ forschen. Dabei setzt sie vor allem auf qualitative Forschungsmethoden.

 

Prof. Dr. Kerstin Plüm vertritt das Fachgebiet Theorie und Geschichte der Produktgestaltung und lehrt und forscht im neuen Studiengang Industrial Design an der Fachhochschule. Auch sie wird mit den Mitteln des Professorinnenprogramms ein neues Forschungsprojekt umsetzen – Prof. Dr. Kerstin Plüm wird in den nächsten fünf Jahren ein digitales Bildarchiv aufbauen mit einem Schwerpunkt auf Arbeiten von Designerinnen. „Die Mittel des Professorinnenprogramms ermöglichen es mir, etwas Außergewöhnliches für die Design-Geschichte zu schaffen“, freut sich Prof. Plüm.

 

Von: Miriam Riemann

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