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EINE SEIFENKISTE IN VIER TAGEN

Sahnte auch beim Rennen Punkte ab: das Gewinner-Team mit der „Kanu-Seifenkiste“.

Auf die Plätze, fertig, los – Beim Seifenkistenrennen traten Badewanne und Gehilfe gegeneinander an.
STUDIERENDE TESTEN IHRE FÄHIGKEITEN BEI KONZEPTION UND BAU VON SEIFENKISTEN
20 Studierende der Fakultät Ingenieurwissenschaften und Informatik bekamen letztes Semester eine ungewöhnliche Aufgabe gestellt: Bauen Sie eine Seifenkiste! Innerhalb von vier Tagen sollten sie in kleinen Teams einen fahrbaren Untersatz konzipieren und konstruieren. Mit 200 Euro Startkapital in der Hand und ihrem Know-how rund um den Fahrzeugbau im Kopf waren die Studierenden auf sich allein gestellt und gingen
an die Konstruktion.
„Wir hatten null Erfahrung mit Seifenkisten und keine Ah-nung, wo wir anfangen sollten“, erzählt David Sucka. Durch Zufall entdeckte er bei einem Onkel eine alte Gehhilfe. „Da dachten wir uns, das ist schon mal ein guter Rahmen. Jetzt gucken wir, was wir drum herum bauen.“ Für seine Kommilitonen führte der erste Weg in den Baumarkt. Badewannen waren im Angebot, ein Team baute daraus kurz entschlossen die Karosserie. Bastian Buschking musste mit seinem Team besonders schnell handeln: „Am zweiten Tag war der Rahmen fertig und wir machten ein Pro-besitzen – da brach der Rahmen glatt durch und wir mussten wieder von vorne anfangen.“
Am Ende hatte aber jede Gruppe eine fahrtaugliche Seifenkiste und war am Freitagvormittag bereit für den Praxistest. Eine Stunde lang verwandelte sich der Parkplatz der Barbarastraße 11 in eine Rennstrecke – jeder gegen jeden. Auf der Fahrbahn konnten die Teams noch letzte Punkte für die Gesamtwertung ergattern. Am wichtigsten waren für die Bewertung das Design der Kiste, der Einsatz von Klebetechnik bei der Konstruktion. Die meisten Punkte erzielte am Ende das Team 4. Christian Dobek, Peer Janßen und Nils Köhler belegten mit ihrer „Kanu-Seifenkiste“ den 1. Platz.
„Alle Teams hatten dieselben Voraussetzungen und doch sind fünf vollkommen unterschiedliche Kisten dabei entstanden“, zeigte sich Prof. Christian Schäfers begeistert von den Ergebnissen der Studierenden. „Sie waren kreativ und haben großen Einsatz gezeigt, das finde ich klasse. Gleiches gilt für meine Mitarbeiter, die sich die ganze Woche für die Studierenden eingesetzt haben.“
Das Projekt „Seifenkisten-Bau“ ist eines von insgesamt 66 Technikprojekten, die im Rahmen der Forschungsprojektwoche der ingenieurwissenschaftlichen Fakultät der Fachhochschule Osnabrück umgesetzt wurden. Jedes Jahr im November wird der reguläre Studienplan für eine Woche außer Kraft gesetzt. Die Studierenden haben dann Gelegenheit, ihr bereits erworbenes Wissen auch in der Praxis anzuwenden. Das Startkapital für das Seifenkistenprojekt wurde mit finanzieller Unterstützung des Gemeinschaftsausschusses Klebetechnik aufgebracht.
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