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Campusleben
März 2010

STUDENT UND PROFISPORTLER IN EINEM

 

BERND FÄHRROLFES STUDIERT AN DER FH OSNABRÜCK UND IST AUßERDEM PROFI-BASKETBALLER

 

Wäre Bernd Fährrolfes nicht 2,04 Meter groß, dann könnte man ihn manchmal glatt übersehen, denn er ist vom norddeutschen Naturell eher ein Vertreter der leisen Töne. „Ich finde das ganz angenehm, dass nicht jeder in meinen Vorlesungen weiß, dass ich Basketballer bin. Ich lasse das ungern raushängen.“ Viel lieber möchte Bernd Fährrolfes Studium und Sport gleichberechtigt unter einen Hut bringen.

Geboren wurde Bernd Fährrolfes 1984 in Aurich und schon in seiner Jugend war er immer der Größte. Das nutzte er zunächst für einige Zeit im Handball. Im Basketball fand er dann als Center direkt unter dem Korb seine Lieblingsposition und setzte seinen Aufstieg in immer höherklassigere Mannschaften fort, bis er schließlich in dieser Saison mit den GiroLive-Ballers Osnabrück in die 2. Bundesliga Pro A aufstieg.

 

Neben dem Basketball hat Bernd Fährrolfes aber auch seine geistige Ausbildung nie schleifen lassen. Einer Ausbildung zum Groß- und Außenhandelskaufmann ließ er den Besuch der Höheren Handelsschule folgen und schloss sein Fach-abitur ab. Schließlich entschied er sich für den Umzug nach Osnabrück, um Betriebswirtschaft und Management zu studieren. Hier spielte er zunächst in der 1. Regionalliga, bevor er mit seiner Mannschaft aufstieg.

 

Studium und Profisport sind sehr zeitintensiv. Jedes Wo-chenende steht im Basketball ein Spiel an, entweder in Osnabrück oder irgendwo in Deutschland. Unter der Woche sind die Anforderungen ähnlich hoch: In der Regel stehen zwei Trainingseinheiten pro Tag für Bernd Fährrolfes und den Rest des Teams an. „Ich muss schon zusehen, dass ich die Vorlesungen am Nachmittag oder am frühen Morgen belegen kann, aber bis jetzt hat das ganz gut funktioniert,“ erzählt Bernd Fährrolfes. „Sehr zeitintensive Kurse, wie zum Beispiel die Projekte in den Vertiefungen, lege ich dann ins Sommersemester, denn im Mai ist die Basketball-Saison vorbei.“ 

 

Ganz spurlos geht die hohe Zeitanforderung des Profisports aber trotzdem nicht am Studium vorbei. Bernd Fährrolfes ist im 6. Semester seines Bachelorstudiengangs, braucht aber bis zu seinem Abschluss nach seiner Einschätzung noch zwei weitere Semester. „Das ist ja aber kein Weltuntergang,“ meint der Center-Spieler und Ostfriese. „Die  Chance, als Profisportler zu arbeiten, kommt im Leben nicht zweimal. Solange ich einen ordentlichen Abschluss mache – und danach sieht es momentan aus –, mache ich mir nicht so viele Sorgen über ein Semester mehr oder weniger.“Ein Traum des großen Mannes, der auch schon mal in der Stadt auf seine Größe angesprochen wird, wäre es natürlich, irgendwann einen Job in der Welt des Sports zu finden. „Ich möchte gerne im Management oder im Marketing arbeiten, das macht mir wirklich Spaß.“ Sowohl die Stadt Osnabrück als auch die FH gefällt Bernd Fährrolfes sehr gut. „Hier stimmt einfach alles. Die Lehrenden sind alle sehr kompetent, der Campus ist schön gestaltet, die Mensa ist hervorragend und die Stadt hat genau die richtige Größe und Lage.“ Auch nach seinem Studium würde Bernd Fährrolfes deswegen gerne in der Region bleiben. Die Verbindung von Studium und Sport hat für Bernd Fährrolfes viel Positives. „Für beides lohnt es sich, jeden Tag zu arbeiten, damit am Ende ein gutes Ergebnis steht,“ erklärt Fährrolfes seine Philosophie. „Ganz wichtig ist es dabei, sich nicht von Rückschlägen oder Niederlagen unterkriegen zu lassen. Wenn man die ganze Zeit nur über das nachdenkt, was schlecht gelaufen ist, zieht man sich selber nur runter und kann dann noch weniger leisten. Diesen Teufelskreisen versuche ich im Sport und auch im Studium aus dem Weg zu gehen und jede Aufgabe mit frischer Energie anzufangen.“

 

Spieltermine:

Spieltermine der GiroLive-Ballers Osnabrück und mehr Informationen über das Team und Bernd Fährrolfes gibt es auf www.girolive-ballers.de. Dort gibt es auch Tickets für die Partien in der Schlosswallhalle zu kaufen, auch wenn Bernd Fährrolfes zwinkernd bittet, von der Einrichtung einer „Bernd-Fährrolfes-Fankurve“ abzusehen. Das wäre dem ruhigen Riesen dann doch zu viel Aufmerksamkeit.

 

Von: Redaktion

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