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Ausgezeichnet!
März 2010

DEUTSCHER SOLARPREIS FÜR SUN-AREA

Übergabe des Deutschen Solarpreises 2009 von EUROSOLAR-Präsident Dr. Hermann Scheer (3.v.l.) und Publizist Dr. Franz Alt (1.v.l.) an Prof. Dr. M. Klärle (FH Frankfurt), Detlef Gerdts (Stadt Osnabrück), Dorothea Ludwig (FH Osnabrück, Science to Business GmbH) und Sandra Lanig (Steinbeis Transferzentrum Weikersheim) © Roland Fränkle, Stadt Karlsruhe

FORSCHUNGSPROJEKT ZUR ERMITTLUNG VON SOLARENERGIEPOTENZIAL PRÄMIERT

 

Das Forschungsprojekt SUN-AREA wurde mit dem deutschen Solarpreis 2009 in der Kategorie „Bildung und Ausbildung“ ausgezeichnet. Prof. Dr. Martina Klärle und Dipl.-Ing. (FH) Dorothea Ludwig entwickelten an der Fakultät Agrarwissenschaften und Landschaftsarchitektur mit SUN-AREA ein Verfahren zur automatisierten Berechnung des Solarenergiepotenzials auf Dachflächen. Bei einer feierlichen Preisverleihung in Karlsruhe überreichte EUROSOLAR-Präsident Dr. Hermann Scheer die Auszeichnung an die Wissenschaftlerinnen der Fachhochschule.

 

SUN-AREA ist ein Verfahren, das für jede Dachfläche einer gro-ßen Region die Standorteignung für die Solarnutzung prüft und für geeignete Dachflächenbereiche das Solarenergiepotenzial berechnet. Das Verfahren hat in Deutschland und darüber hinaus großes Aufsehen erregt. Viele Kommunen haben Interesse an dem Projekt gezeigt und sehen in einem Solarpotenzialkataster die Möglichkeit, den Anteil der erneuerbaren Energien zu steigern und Bürger dabei direkt einzubinden. Grundlage für die Berechnung sind sogenannte hochauflösende Laserscannerdaten, die für immer mehr Gebiete in Deutschland aufgenommen werden. In erster Linie haben Kommunen Interesse an solch einem Kataster. In der Stadt Osnabrück, für die als erste Stadt deutschlandweit ein Solarpotenzialkataster angelegt wurde,  hat sich gezeigt, dass der Anteil an Solarnutzung dadurch massiv gesteigert werden kann. Die Ergebnisse der Berechnung werden in der Regel über eine Web-GIS-Anwendung über das Internet jedem Bürger zugänglich gemacht.


Die von Dorothea Ludwig entwickelte Methode zur Solarpoten-zialberechnung wird mittlerweile als Dienstleistung über die Science to Business GmbH der Fachhochschule Osnabrück angeboten. Das Forschungsvorhaben wurde im Frühjahr 2008 abgeschlossen. Seitdem leitet Dorothea Ludwig die Auftragsforschungsprojekte in diesem Bereich und entwickelt die SUN-AREA-Methode weiter. Aktuell wird ein Solarpotenzialkataster für die Stadt Dresden errechnet.


SUN-AREA ist zudem ein Baustein des bis Sommer
zu bearbeitenden integrierten Klimaschutzkonzeptes für die Stadt Potsdam. Auch für Berlin wurden schon Modellregionen berechnet und Städte im Ausland sind ebenfalls an dem Projekt interessiert. Ende des letzten Jahres fuhr das Forscher-Team nach Santiago de Chile. Dort stellten
sie Wissenschaftlern und Vertretern von örtlichen Behörden und Ministerien das Verfahren vor.

 

Solarpotenzialkataster Online

Stadt Osnabrück: www.osnabrueck.de/sun-area
Stadt  Gelsenkirchen: www.solar-gedacht.de
Stadt Braunschweig: www.braunschweig.de/sun-area
Stadt Wiesbaden:

www.wiesbaden.de/leben-in-wiesbaden/umwelt/energie/solarkataster.php
Stadt Bielefeld: www.bielefeld.de/de/un/klen/sfb/
Landkreis Rottweil/Landkreis Ortenau: www.leader-mittlerer-schwarzwald.de/energieregion
Modellregionen Stadt Berlin: www.3d-stadtmodell-berlin.de/3d/C/seite0.jsp

Die Deutschen Solarpreise werden von EUROSOLAR e.V. seit 1994 jährlich an Kommunen, Unternehmen, Einzelpersonen sowie an Organisationen vergeben, die sich um die Nutzung und Anwendung der Sonnenenergie in all ihren verfügbaren Formen verdient gemacht haben. Es werden herausragende innovative Projekte, Initiativen und Engagements in verschiedenen Kategorien ausgezeichnet.

 

Von: Redaktion

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